Allgemeine Information

Das menschliche Immunsystem

Der menschliche Körper besitzt eine riesige Zahl an für ihn wichtigen Mikroorganismen, die sein Überleben gewährleisten. Allein im Darm leben 1000 bis 3000 verschiedene Arten von Mikroben, die die natürliche Darmflora bilden. Der Körper muss sich jedoch permanent vor Übergriffen krankheitserregender Mikroorganismen (Bakterien, Viren und Pilze) schützen. Dabei helfen ihm zwei unterschiedliche Systeme, ein angeborenes und ein erlerntes (erworbenes) Immunsystem. Die angeborene Immunabwehr besteht aus verschiedenen Barrieren, die krankmachende Keime abhalten sollen. Nach außen hin ist dies die menschliche Haut mit dem natürlichen Säuremantel, im Körperinneren sind es verschiedene Schleimhäute, -die Magenschleimhaut zusätzlich noch mit starker Magensäure versehen - die den Körper vor dem Eindringen von Keimen schützen. Eine sehr interessante Eigenschaft des Immunsystems hat sich während ihrer Jahrmillionen dauernden Anpassung herausgebildet, nämlich die für uns wichtigen „guten" Mikroorganismen werden nicht abgetötet. Das erworbene Immunsystem entwickelt sich im Laufe des Lebens durch Kontakt mit verschiedenen Keimen. Die von diesem System gebildeten Antikörper hängen von den Keimen ab, mit denen der Organismus in Kontakt kommt.

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Zu den Abwehrmaßnahmen, die das angeborene Abwehrsystem bildet, gehören auch verschiedene Substanzen, zumeist Eiweißstoffe, darunter auch Lactoferrin und Lysozym. Diese befinden sich in der Haut, in allen Körperflüssigkeiten wie in der Tränenflüssigkeit, im Schweiß, im Blut, in den Sekreten der Atemwege, der Nase, der Vagina, der Samenflüssigkeit, im Speichel, der Galle und in Flüssigkeiten des Magendarmtraktes und auch im Urin. Aus dieser Aufzählung wird schon deutlich, dass das angeborene Immunsystem mit den darin enthaltenen Substanzen eine wichtige Rolle in der Abwehr krankheitserregender Keime im gesamten Körper spielt.

Eine wichtige Funktion haben Lactoferrin und Lysozym auch in der Gesunderhaltung Neugeborener. Der Gehalt von Lactoferrin in der Muttermilch ist besonders hoch, wodurch dem Säugling ein effektiver Schutz vor Infektionen zuteil wird, gerade in der allerersten Lebensphase, in der das erworbene Immunsystem noch nicht voll ausgeprägt ist.

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